Zitruspflanzen

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Zitruspflanzen Citrus sind eine Gattung von immergrünen Sträuchern und Bäumen aus der Familie der Rautengewächse mit charakteristisch duftenden Blüten und saftigen, in Segmente unterteilten Beerenfrüchten (Hesperidien). Dieser Artikel beleuchtet die Gattung aus Sicht der instinktiven Rohkost.

Wissenschaftliche Namen: Citrus
Synonyme: Zitrusgewächse, Citrusfrüchte.

Systematik

  • Abteilung: Samenpflanzen Spermatophyta
  • Unterabteilung: Bedecktsamer Spermatophytina syn. Angiosperma
  • Klasse: Zweikeimblättrige Bedecktsamer Rosopsida syn. Dikotyledona
  • Unterklasse: Rosenähnliche Rosidae
  • Ordnung: Seifenbaumartige Sapindales
  • Familie: Rautengewächse Rutaceae
  • Unterfamilie: Aurantioideae
  • Gattung: Zitruspflanzen

Die Gattung Citrus ist ursprünglich im tropischen und subtropischen Südosten Asiens heimisch. Zahlreiche Arten werden weltweit in warmen Gebieten angebaut. Im Handel sind folgende Arten erhältlich:

  • Mandarinen
    • Mandarine Citrus reticulata
    • Clementine Citrus × aurantium syn. Citrus clementina
    • Satsuma Citrus × aurantium syn. Citrus unshiu
    • Calamondinorange Citrus × microcarpa syn. Citrus mitis
  • Orangen
    • Orange (Apfelsine) Citrus × aurantium syn. Citrus sinensis
    • Bitterorange (Pomeranze) Citrus × aurantium
    • Bergamotte Citrus × limon syn. Citrus bergamia
  • Pampelmusen
    • Pampelmuse Citrus maxima
    • Grapefruit Citrus × aurantium syn. Citrus paradisi
    • Pomelo Citrus × aurantium
  • Limetten
  • Zitrone Citrus × limon
  • Zitronatzitrone Citrus medica

Beschreibung

  • Herkunft und Verbreitung: Ursprünglich aus dem südöstlichen Asien, den östlichen Ausläufern des Himalajas und Australien stammend. Heute werden Zitruspflanzen weltweit in den subtropischen und tropischen Regionen (dem sogenannten Zitrusgürtel zwischen dem 20. und 40. Breitengrad) intensiv kultiviert.
  • Kennzeichen: Meist kleine bis mittelgroße, dornige, immergrüne Bäume oder Sträucher. Die Blätter sind ledrig, dunkelgrün glänzend und enthalten zahlreiche transluzente Öldrüsen. Die Blüten sind weiß bis rötlich und verströmen einen intensiven, süßen Duft. Die botanisch als „Hesperidium“ bezeichnete Frucht besitzt eine drüsenreiche, ledrige Schale (Flavedo), eine weiße, schwammige Mittelschicht (Albedo) und ein in Segmente unterteiltes, saftreiches Inneres, das aus saftgefüllten Haaren (Saftschläuchen) besteht.

Rohkosttipps und Erfahrungen

In der instinktiven Rohkost nehmen Zitrusfrüchte als primäre Lieferanten von organischen Säuren, leicht verfügbaren Zuckern und Hydratation eine wichtige Rolle ein. Verzehrt wird meist das saftige Fruchtfleisch, bei einigen Arten (wie der Kumquat oder bestimmten Zitronensorten) auch die aromatische Schale. Zudem sind die Blüten und jungen Blätter mancher Arten sensorisch hochinteressant.

Die instinktive Sperre funktioniert bei Zitrusfrüchten überaus präzise und intensiv. Bei sauren Vertretern (wie Zitrone oder Limette) äußert sie sich durch ein starkes Zusammenziehen der Mundschleimhaut, ein stumpfes Gefühl auf den Zähnen und ein plötzliches Widerstreben gegen die Säure. Bei süßen Vertretern (wie Orangen oder Mandarinen) schlägt der Geschmack bei Sättigung schlagartig in eine brennende, kratzige Schärfe im Rachenraum oder ein seifiges Aroma um.

Saison: In den Subtropen liegt die Hauptentezeit im Winter und Frühjahr; durch die globale Verteilung und unterschiedliche Reifezeiten der Arten sind Zitrusfrüchte jedoch ganzjährig in exzellenter Rohkostqualität verfügbar.

Lagerung/Haltbarkeit: Zitrusfrüchte sind im Ganzen relativ stabil und lassen sich bei kühler Zimmertemperatur oder im Keller mehrere Wochen lagern. Sie reifen nach der Ernte nicht nach (nicht-klimakterische Früchte).

Nährstoffe

Nährstoff Gehalt in Gramm
pro 100 g essbarem Anteil
Wasser 86,0 – 90,0
Kohlenhydrate 6,0 – 11,0
Eiweiße 0,5 – 0,9
Fette 0,1 – 0,3
Rohfasern 1,4 – 2,4
Mineralstoffe 0,4 – 0,6
Vitamin C 35 – 60 mg

Hinweis: Die Werte stellen einen Durchschnitt über die gesamte Gattung dar; saure Arten enthalten weniger Kohlenhydrate, während süße Zuchtsorten am oberen Rand liegen.

Besondere Inhaltsstoffe

Das phytochemische Profil der Gattung Citrus ist weltberühmt für seine stark reinigenden, antioxidativen und enzymaktivierenden Eigenschaften, die das Milieu im menschlichen Körper tiefgreifend harmonisieren können:

  • Citronensäure und Äpfelsäure: Diese organischen Fruchtsäuren sind entscheidend für den sauren Geschmack. Sie wirken im Stoffwechsel paradoxerweise stark basenbildend, regen den Gallenfluss an und unterstützen die Entgiftung der Leber.
  • Monoterpene (insb. Limonen): Der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Schalen. Es wirkt stark antimikrobiell, antiseptisch und fördert die Durchblutung sowie die Schleimlösung.
  • Flavonoide (z. B. Hesperidin, Naringin): Diese Polyphenole sind besonders in den weißen Schalenteilen konzentriert. Sie wirken gefäßschützend, entzündungshemmend und synergistisch mit Vitamin C.
  • Pektine: Hochwertige, lösliche Ballaststoffe in den Segmentwänden, welche die Darmflora nähren und Schadstoffe im Verdauungstrakt binden können.

Wissenswertes

  • Namensgebung: Der Name Citrus leitet sich vom griechischen kedros ab, was ursprünglich den stark duftenden Thuja- oder Zedernbaum bezeichnete. Die Römer übertrug den Begriff aufgrund des ähnlich intensiven Dufts auf die erste in Europa bekannte Zitrusfrucht, die Zitronatzitrone Citrus medica.
  • Heilkunde: Zitrusfrüchte sind historisch die älteste Medizin gegen Skorbut (Vitamin-C-Mangel). In fast allen traditionellen Heilsystemen wird der Saft zur Fiebersenkung, Blutreinigung, Infektabwehr und zur Unterstützung der Fettverdauung eingesetzt.
  • Nutzpflanze: Die Gattung stellt die weltweit am meisten produzierte Obstgruppe dar. Neben der Verwendung als Nahrungsmittel wird das ätherische Öl im großen Stil für Parfums, Aromatherapie und als natürliches Reinigungsmittel genutzt.
  • Mythos und Geschichte: In der griechischen Mythologie galten die goldenen Zitrusfrüchte als die „Äpfel der Hesperiden“, die Unsterblichkeit verliehen. Sie wurden Herakles als eine seiner zwölf Aufgaben anvertraut.
  • Magie und Brauchtum: Zitrusblüten sind seit Jahrhunderten traditioneller Bestandteil von Brautkränzen, da ihr Duft die Nerven beruhigen und die Aura reinigen soll. Die Früchte selbst werden in vielen asiatischen Kulturen zum Neujahrsfest als Symbole für Glück und Wohlstand verschenkt.
  • Symbolik und spirituelle Deutung: Zitruspflanzen verkörpern „solare Urkraft, Lebensfreude und geistige Frische“. Sie korrespondieren intensiv mit dem Solarplexus-Chakra. Ihr Wesen bringt Licht in melancholische Gemüter, transformiert Trägheit in Tatkraft und schenkt dem Geist die Klarheit des Sonnenlichts.


→ Siehe auch: Instinktive Ernährung, Die instinktive Sperre